DM U16/U20: Vier Titel und ein Hürden-Coup
Männliche Jugend U20
Nach Platz fünf im Vorlauf (14,18 sec) und einer erneuten persönlichen Bestleistung von 13,89 Sekunden im Halbfinale als Zweitschnellster schaffte Ben Sky Fischer (LAZ Ludwigsburg) den Finaleinzug. Im Hürden-Finale konnte er diese Zeit zwar nicht noch einmal bestätigen, belegte in 14,17 Sekunden aber einen starken sechsten Platz. Mit einer weiteren Steigerung lief Nils Haumann (VfL Sindelfingen) im Finale in 14,10 Sekunden zur nächsten persönlichen Bestleistung und verpasste das Podest als Vierter nur knapp.
Das war bereits am Vortag zu vermuten: Magnus Skupin-Alfa (LG Offenburg) hatte im Vorlauf vermultich vor allem das Finalticket im Blick gehabt. Im 400-Meter-Hürden-Finale zeigte der Offenburger dann sein ganzes Potenzial und stürmte nach 52,62 Sekunden im Vorlauf in neuer persönlicher Bestleistung von 51,75 Sekunden zum deutschen Vizemeistertitel. Damit unterbot er seine bisherige Bestleistung um 0,7 Sekunden – und löste damit auch das Ticket zur U20-WM. Jannis Gartmann (VfL Sindelfingen) komplettierte den Erfolg mit Bronze in 52,31 Sekunden. Er war im Vorfeld bereits unter der Norm geblieben. Tim Rodinger (FSV Schwenningen; 52,90 sec) und Moritz Jäger (LG Filder; 53,55 sec) belegten die Plätze sechs und sieben und rundeten das starke baden-württembergische Mannschaftsergebnis über 400 Meter Hürden eindrucksvoll ab.
Weibliche Jugend U20
Das Halbfinale hatte Leni Hirt (LG farbtex Nordschwarzwald) am Vortag für sich entschieden, doch die Favoritinnen waren bereits dort eng beisammen gelegen. Im 800-Meter-Finale lag Leni Hirt lange aussichtsriech. Im Schlussspurt setzte sich die Nordschwarzwälderin schließlich mit hauchdünnen 0,04 Sekunden Vorsprung durch und sicherte sich den deutschen Meistertitel inklusive U20-WM-Ticket in 2:08,39 Minuten.
Über 400 Meter Hürden erzielten die ersten sieben Läuferinnen des A-Finales persönliche Bestleistungen – und allen voran stürmte Rebekka Feirle (LG Östlicher Bodenseekreis). In starken 57,43 Sekunden war sie nicht zu schlagen und gewann den deutschen Meistertitel mit rund acht Zehntelsekunden Vorsprung.
Anna Hiesinger (LAZ Ludwigsburg) war auch in Bochum eine Klasse für sich. Bis 4,00 Meter blieb sie ohne Fehlversuch, lediglich bei 4,05 Metern musste sie in den dritten Versuch. Anschließend meisterte sie im dritten Anlauf auch die neue Bestleistung und Sieghöhe von 4,20 Metern und sicherte sich souverän den deutschen Stabhochsprung-Meistertitel. „Das hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben“, resümierte sie anschließend gegenüber leichtathletik.de. „Nachdem ich ein Jahr raus war, bin ich mega zufrieden. Ich traue mir auch Höhen von 4,30 oder 4,40 Metern zu.“ Die Ludwigsburgerin, die bereits vor zwei Jahren bei der U20-WM dabei war, hat sich für Eugene den Finaleinzug vorgenommen. „Ich freue mich vor allem auf das Stadion und die Atmosphäre.“ Auch Bronze ging nach Baden-Württemberg: U18-Athletin Eva Marie Weisbrodt (MTG Mannheim) übersprang 4,00 Meter und nimmt erneut eine Medaille mit nach Hause, nachdem sie am Vorwochenende den U18-Wettkampf gewonnen hatte und schon auf dem Sprung zur U18-EM in Rieti am kommenden Wochenende ist.
Mit den schwierigen Bedingungen kam Maja Lindenmaier (TuS Höllstein) am besten zurecht. Als einzige Weitspringerin übertraf sie die Sechs-Meter-Marke und landete bei gültigen 6,03 Metern (+0,4 m/s). Nachdem ihr diese Weite vor einem Monat in Ettlingen wegen zu starken Rückenwinds (+2,1 m/s) noch nicht für die Bestenliste anerkannt worden war, durfte sie sich diesmal über eine gültige Bestleistung und den deutschen Meistertitel freuen.
>> Hier geht es zu den vollständigen Ergebnissen der Deutschen U16-/U20-Meisterschaften.
Übersicht der Medaillengewinner:innen aus Baden-Württemberg
Männliche Jugend U20
Silber
- Magnus Skupin-Alfa (LG Offenburg) – 400 Meter Hürden – 51,75 Sekunden
Bronze
- Jannis Gartmann (VfL Sindelfingen) – 400 Meter Hürden – 52,31 Sekunden
Weibliche Jugend U20
Gold
- Leni Hirt (LG farbtex Nordschwarzwald) – 800 Meter – 2:08,39 Minuten
- Rebekka Feirle (LG Östlicher Bodenseekreis) – 400 Meter Hürden – 57,43 Sekunden
- Anna Hiesinger (LAZ Ludwigsburg) – Stabhochsprung – 4,20 Meter
- Maja Lindenmaier (TuS Höllstein) – Weitsprung – 6,03 Meter
Bronze
- Eva Marie Weisbrodt (MTG Mannheim) – Stabhochsprung – 4,00 Meter